2026
Düdinger
Verein VoVD präsentiert eigene Lösung gegen Stau
Im
Bereich Warpel–Luggiwil würde eine Autobahn Ein- und ‑Ausfahrt gemäss VoVD die
nötige Entlastung für Düdingen und die Region bringen.
Quelle: Aldo Ellena (Archivbild) Petra Salvisberg Publiziert:
14. Februar 2026

DÜDINGEN
Düdinger
Verein präsentiert eigene Lösung gegen Stau!
Der
Rückstau auf der Autobahn in Düdingen sorgt seit Jahren für Diskussionen. Der
Düdinger Verein für optimale Verkehrserschliessung hat für das Problem eigene
Lösungsansätze.
VoVD: Dieses Bild wäre
gewünscht geworden.
VoVD Warpel Luggiwil 2026
für FN 14 Januar 2026
VoVD Ortsbus - Bahnhof - Birchhölzli - St. Hans - Lidel - Bahnhof
für FN 14 Januar 2026
Die
Verkehrssituation in Düdingen ist seit Jahren ein Dauerthema mit
unterschiedlichen Meinungen. Der Kanton präsentierte Anfang November die
geplanten Massnahmen, um den täglichen Rückstau bei der Autobahnausfahrt
Düdingen zu verhindern.
Zur
Erinnerung: In einem ersten Schritt soll bei der Autobahnausfahrt Düdingen von
Bern herkommend eine zweite Spur entstehen, die um einen neuen Kreisel beim Birch
Quartier zurück ins Dorf führt. Diese Massnahme soll den Rückstau auf der
Autobahn beheben. In einem zweiten Schritt soll die heutige Autobahnausfahrt
bis 2035 von Düdingen nach Luggiwil, dem kleinen Weiler vor Bundtels, versetzt
werden. Der Verkehr nach Murten, Gurmels, Bösingen oder Schmitten würde fortan
nicht mehr nach Düdingen fahren. Zudem ist eine Erschliessungsstrasse entlang
der Autobahn von Luggiwil ins Birch Quartier geplant.
Mit
der Verkehrssituation in Düdingen beschäftigt sich auch der Verein für optimale
Verkehrserschliessung (VoVD) seit 20 Jahren (siehe Kasten). Im Interview nimmt
Präsident Erwin Luterbacher Stellung zu den geplanten Massnahmen von Bund und
Kanton.
Die
Verkehrssituation in Düdingen ist seit Jahren ein Dauerthema mit
unterschiedlichen Meinungen. Der Kanton präsentierte Anfang November die
geplanten Massnahmen, um den täglichen Rückstau bei der Autobahnausfahrt
Düdingen zu verhindern.
Zur
Erinnerung: In einem ersten Schritt soll bei der Autobahnausfahrt Düdingen von
Bern herkommend eine zweite Spur entstehen, die um einen neuen Kreisel beim Birch
Quartier zurück ins Dorf führt. Diese Massnahme soll den Rückstau auf der
Autobahn beheben. In einem zweiten Schritt soll die heutige Autobahnausfahrt
bis 2035 von Düdingen nach Luggiwil, dem kleinen Weiler vor Bundtels, versetzt
werden. Der Verkehr nach Murten, Gurmels, Bösingen oder Schmitten würde fortan
nicht mehr nach Düdingen fahren. Zudem ist eine Erschliessungsstrasse entlang
der Autobahn von Luggiwil ins Birch Quartier geplant.
Mit
der Verkehrssituation in Düdingen beschäftigt sich auch der Verein für optimale
Verkehrserschliessung (VoVD) seit 20 Jahren (siehe Kasten). Im Interview nimmt
Präsident Erwin Luterbacher Stellung zu den geplanten Massnahmen von Bund und
Kanton.
Erwin
Luterbacher, was halten Sie von der kurzfristigen Lösung, die heutige Autobahnausfahrt
in Düdingen zweispurig zu machen und um einen neuen Kreisel zu führen?
Der
gute Wille ist da, das freut uns vom Verein VoVD, jedoch wird ein Kreisel nicht
ausreichen, denn gemäss der Sendung «Einstein» vom SRF ist ein Kreisel bei mehr
als 14 bis 18 Autos überlastet und wird daher nicht ausreichen.
Was
wäre Ihrer Meinung nach die Lösung, um den Rückstau auf der Autobahn zu
vermeiden?
Zusätzlich
zur zweiten Spur braucht es unserer Meinung nach eine Verlängerung des
Pannenstreifens um 150 bis 200 Meter, eine Reduktion der Geschwindigkeit auf
100 Stundenkilometer und eine Ampel mit Warnblinklicht, um auf den allfälligen
Stau aufmerksam zu machen. Das Warnblinklicht ist offiziell notwendig, damit
Autofahrer auf dem Pannenstreifen stehen dürfen, ohne gebüsst zu werden.
Langfristig
soll die Autobahnausfahrt nach Luggiwil versetzt werden und die heutige
Autobahnausfahrt ersetzen. Bringt das die erhoffte Entlastung für Düdingen?
Diese
Massnahme allein wird nicht ausreichen. Die Versetzung der Autobahnausfahrt
nach Luggiwil wird nur dann eine Entlastung bringen, wenn im Bereich
Warpel–Luggiwil «Düdingen Nord» eine Autobahn Ein- und Ausfahrt entsteht.
Ausserdem sollten die heutige Ein- und Ausfahrt in Düdingen verkehrstechnisch
bestehen bleiben. *
Ergänzend:
Diese
A12 „Düdingen Nord Warpel-Luggiwil „“ Zufahrt, würde somit eine direkte Zufahrt
für ca. 2‘500 Einwohner, durch den ausgebauten SBB Tunnel, für die Quartiere
Brugera, Haslera, Petersstrasse usw. ergeben und effizient den Bahnhof-, Sikakreisel
entlasten. Daher weniger Staubildung und vorteilshaft für ÖV, Ortsbus und
zirkulierenden Binnenverkehr.
Welche
Konsequenzen hätte die Schliessung der heutigen Autobahnausfahrt in Düdingen?
Der
Stau würde sich nach Luggiwil, Bundtels und Richtung Schiffenen verlagern. Die
Investitionen wären somit unzweckmässig
investiertes Geld. Bund und Kanton sollten so rasch wie möglich mit der
Umsetzung beginnen und nicht bis 2035 warten.
Was
erhoffen Sie sich mit Ihren Vorschlägen für den Autobahnanschluss in Düdingen?
Mit
den Autobahnanschlüssen in Düdingen und den zusätzlichen Anschlüssen im Bereich
Warpel–Luggiwil würde sich die Verkehrssituation von Düdingen und der Region
weitgehend lösen lassen.
Verein
für optimale Verkehrserschliessung VoVD
Der
Verein für optimale Verkehrserschliessung VoVD setzt sich seit 2006 für die
Verkehrssituation in Düdingen ein. Gemäss Präsident Erwin Luterbacher sind die
Hauptanliegen des Vereins, die Lebensqualität für die Bevölkerung zu erhalten,
die Lärm- und Feinstaubbelastung zu minimieren, Quartiere zu entlasten, Flora
und Fruchtflächen zu schützen. Der Verein zählt 22 Mitglieder und arbeitet seit
20 Jahren eigene Verkehrsprojekte mit detaillierten Plänen aus, die vom Verein
an Bund und Kanton weitergeleitet werden. In der Vergangenheit erhob der Verein
mehrmals Einsprache gegen geplante Verkehrsmassnahmen, so beispielsweise gegen
die ursprünglich geplante Umfahrungsstrasse Birch–Luggiwil. Das Projekt wurde
vom Bund zurückgezogen. (sal)
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2025 Wünnewil-Flamatt
Chrummatt-Tunnel ist machbar – aber noch wartet der Kanton auf weitere
Studien

Der Tunnel soll eine Verbindung zwischen dem
Autobahnanschluss Flamatt und der Chrummatt-Unterführung schaffen. Das Ziel:
Die Autos, die aus Bern kommen, sollen nicht mehr durch die Dorfzentren von
Flamatt oder Düdingen fahren müssen, um in den mittleren und oberen Sensebezirk
zu kommen, sondern durch das Mülital Richtung Tafers. «Es ist ein Projekt, das
enorm wichtig ist für die Lebensqualität in Flamatt», Der Tunnel würde den Verkehr im
unteren Sensebezirk ausgleichen und den Verkehr, der von Bern her komme, besser
verteilen. Es ist ein Projekt, das enorm wichtig ist für die Lebensqualität in
Flamatt. Der Wermutstropfen ist, dass dadurch der Verkehr im Mülital zunehmen würde.
«Wir haben deshalb proaktiv die Geschwindigkeit bereits auf 60 Kilometer pro
Stunde gesenkt», sagt Freiburghaus. «Bereits in den 1970er-Jahren, vor dem
Autobahnbau, ging die Hauptverkehrsachse zwischen Freiburg und Bern durchs
Mülital, nicht über Düdingen.» sagt Andreas
Freiburghaus, Syndic in Wünnewil-Flamatt.
Zwei
Studien in Arbeit
Die Machbarkeitsstudie zum Chrummatt-Tunnel sei abgeschlossen, schreibt die
Medienstelle der Direktion für Raumentwicklung, Infrastruktur, Mobilität und
Umwelt (Rimu) auf Anfrage. «Die Studie hat die Machbarkeit bestätigt.» Derzeit
seien zwei weitere Studien in Arbeit, die jedoch noch nicht abgeschlossen sind:
Einerseits ist dies laut Rimu eine Studie, die die Machbarkeit eines Zugangs
für ein mögliches P+R zwischen der Verzweigung und dem Bahnhof Flamatt prüft,
sowie andererseits eine Studie zur regionalen Auswirkung des Chrummatt-Tunnels.
Ich habe grosse Hoffnung, dass das Projekt im Rahmen des Agglomerationsprogramms
5 umgesetzt werden kann. Das wäre im Zeitrahmen 2028 bis 2032. Andreas
Freiburghaus, Syndic von Wünnewil-Flamatt
Der Ball liege aktuell bei den beiden Kantonen
Freiburg und Bern. Das Projekt soll in das Agglomerationsprogramm 5 der Stadt
Bern integriert werden, zu dessen Perimeter auch Wünnewil-Flamatt gehört. Die
Berner Seite unterstütze das Projekt grundsätzlich, so die Rimu. Wie
realistisch ist es Stand heute, dass es umgesetzt wird? «Die Machbarkeit hat
sich gezeigt. Wir sind zuversichtlich», schreibt die Rimu lediglich. Wann genau
die Umsetzung erfolgt, dazu nennt die Direktion keine Daten. Andreas
Freiburghaus sagt: «Ich habe grosse Hoffnung, dass das Projekt im Rahmen des
Agglomerationsprogramms 5 umgesetzt werden kann. Das wäre im Zeitrahmen 2028
bis 2032.»
Verkehrskonzept
Unterer Sensebezirk
Das Gesamtverkehrskonzept für den
unteren Sensebezirk basiert auf einer breit angelegten Verkehrsstudie, die die
Entwicklung sowohl der Strasseninfrastruktur, des öffentlichen Verkehrs als
auch des Langsamverkehrs einbezieht. Es sieht verschiedene Massnahmen vor, die
in drei Prioritätsstufen eingeteilt sind.
Das Projekt des Chrummatt-Tunnels wie
auch die Verbindung Birch–Luggiwil haben, nebst weiteren Projekten, die höchste
Priorität.
Warten
auf Birch–Luggiwil
Bei der Autobahnausfahrt in
Düdingen stauen sich zu Stosszeiten die Autos regelmässig auf dem
Pannenstreifen, was zu gefährlichen Situationen führen kann. Das Projekt
Birch–Luggiwil soll dieses Problem lösen. Seit dem Bau der Autobahn wurde die
Hälfte der Ausfahrt nie fertiggestellt. Der Verkehr Richtung Murten soll nicht
mehr den Umweg über den Sika-Kreisel nehmen müssen, sondern direkt Richtung
Birch–Luggiwil und auf die Hauptstrasse Richtung Murten fahren können. 2021
erteilte das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek)
dem Projekt eine Absage. Es gab Einsprachen, zudem war die Rede von zu vielen
Fruchtfolgeflächen, die verloren gehen würden. Aktuell werde das Projekt mit
der Gemeinde Düdingen und dem Bundesamt für Strassen (Astra) diskutiert,
schreibt der Kanton. Über das weitere Vorgehen bei der Ausfahrt Birch–Luggiwil
in Düdingen will der Kanton voraussichtlich im Frühling informieren.
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VoVD Antwort auf diesen Artikel der FN vom 30.01.2025
Bis lang nicht abgedruckt worden !
Verkehrssituationen in Düdingen, Birch
Luggiwil, Chrummatt -Tunnel und Friseneit Autobahnanschluss
Dass sich von Richtung Bern aus, bei der Autobahn
Ausfahrt in Düdingen zu Randzeiten seit längerem einen Rückstau bildet, ist
bekannt und birgt zu Randzeiten eine Gefahr in sich.
Der VoVD (Verein für die optimale
Verkehrserschliessung von Düdingen) hat vor mehr als 15 Jahren dem Astra und
dem jeweiligen Staatsrat die Lösungen vorgeschlagen:
Zwei Ausfahrtspuren bei der Ausfahrt von Bern, dito
dieser von Freiburg nach Düdingen her. Verlängerung des Pannenstreifen ca. 250m
um zusätzlichen Pufferraum zu erhalten. Das Astra proklamiert selber diese
Lösung und setzt diese Massnahme in Orten der Schweiz um, warum also nicht bei
uns? Diese neuralgische Zone auf 100km/Std begrenzen mit dem verkehrstechnisch
erwiesenen Effekt, dass die Sicherheit um 60% gesteigert wird! Eine zweite
Autobahn Aus/Einfahrt beim Warpel würde den Sika Kreisel und das Dorf Düdingen
entlasten und eine Zufahrt zum Unterland nach Gurmels, Schmitten und Neuenburg
ergeben.
Bis lang hat weder das Astra noch ein Staatsrat
diese fundamentalen Massnahmen beantwortet, aktiviert, in Aussicht oder in die
Wege geleitet, was unerklärlich und bedrückt und ein leichtes Unterfangen für
die Ämter wären. Man investiert abermals Studien beim Kanton FR und dem Astra
an der vom Bund UVEK 2021 schon 2 mal vollumfänglich abgesagten Birch-Luggiwil
Strasse, die ein ökologisches Desaster in sich birg und verkehrstechnisch
überhaupt nichts bringen würde. Ausser zur Autobahn A12 zusätzlich weiteren
Verkehr, Lärm und Feinstaub in die bestehenden Quartiere und
Landwirtschaftsbetriebe um deren Existenz bringend, Fruchtfolgeflächen FFF
vernichten, Grundwasser beeinträchtigen, existierende Wildwechsel durchkreuzen
würde. Was gemäss den Verordnungen des Bundes und den Volksabstimmungen nicht
entspricht und Zeitgemäss ist. Arbeitsplätze sollen dort geschaffen werden wo
man wohnt und nicht diese zentralisiert an einen Punkt herangeführt werden, damit
generiert man unnötigen Verkehr und massive Umweltbelastungen.
Der vor kurzem präsentierte Chrummatt-Tunnel (FN
vom 22. Januar 2025) ist eine Perspektive und ein Projekt, dass der wesentliche
Verkehrsteil aus dem oberen und mittleren Sensebezirk in Mariahilf nach rechts
abzweigt und durch das Mühletal und dann durch den neuen Tunnel (ca. 1`250m)
direkt auf die Autobahn A12 in Flamatt gelangen würde. Der Tunnel soll also
nicht nur das Dorf Flamatt, sondern auch das Zentrum von Düdingen deutlich
entlasten. Was sehr erfreulich ist und eine gute Möglichkeit darstellt und mit
Beschilderungen und Informationen die Autofahrer/innen dazu sensibilisieren
sollte. Zudem kann wie bisher, der Autoverkehr vom oberen und mittleren
Sensebezirk sich seit dem 12. Oktober 2014 direkt über Bürglen oder Tafers sich
zur Poyabrücke zur Autobahn A12 abwickeln.
Was das Projekt Chrummatttunnel für den Sensebezirk
in sich birg, sollte übergreifend mit der Variante Friseneit verglichen werden,
da es eine Kantonale Abstimmung braucht und der Autobahnanschluss Friseneit mit
seinem Tunnel seit den Analysen 2009 und am FN 21. April 2018 als beste
Variante im Kantonalen Richtplan ausgewiesen wurde und die beste Lösung des
Sensebezirkes darstellte und kurz darauf am FN 12.09.2018 aus dem kantonalen Richtplan
wieder entfernt wurde, ist enttäuschend. Damit wurde diese ehemalige
Bestvariante Friseneit von Zirkels bei Schmitten mit einem Tunnel (ca.350m) zur
existierenden Transitstrasse, eine markant günstigere Alternative zum
Chrummatttunnel präsentieren und würde die Denner Camions und weitere
Fahrzeuge, das Dorf Schmitten und den oberen und mittleren Verkehr des
Sensebezirkes eine direkte Autobahnzufahrt zur A12 ermöglichen und erweitert
Flamatt und Düdingen und das Mühletal vom Durchfahrtverkehr entlasten.
Diese beiden Varianten sollten in Betracht gezogen
werden und mit dem Bund /Astra im Interesse aller und der Folgekosten
pragmatisch verglichen werden. Laufend werden neue Autobahnzubringer gebaut
(Sigirino TI), bewilligt (Wil West SG) eröffnet (Wildtierüberquerung SG) und
weitere. Quelle: Astra/Baustellen
Präsident VoVD / Vizepräsident
Erwin
Luterbacher / Mario Baeriswyl
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